„city people are from a different planet“: Ein kleiner Nachtrag zu meinen Kommentaren zur US-Wahl 2016.

In vielen ländlichen Gebieten/Counties der Südweststaaten der USA (New Mexico, Colorado, Nevada, Arizona und Texas), in denen überwiegend Hispanics leben, war Trumps Stimmenanteil bei der US-Wahl 2016 nicht nur größer als der von Mitt Romney 2012; sondern in einigen von denen hat er sogar mehr Stimmen als Hillary Clinton gewonnen (z.B. Conejos County und Las Animas in Colorado), sodass diese Counties ihre Farbe von Blau (Demokraten) zu Rot (Republikaner) wechselten. In diesen ländlichen Regionen des Südwesten ähnelte die Wahl teilweise sehr den Wahlen in Pennsylvania, Ohio, Michigan und Wisconsin – industrielle Rust Belt Staaten, die Trump „überrschend“ gewonnen hat und ihm letztlich zum Sieg verholfen haben.

Konform mit dem allgemeinen Trend, zeigte sich auch im Südwesten eine sehr starke Stadt/Land-Trennung (bzw. eine Trennung zwischen den 3 Orientierungspunkten urban-suburban-rural) im Hinblick auf die US-Wahl. Zur starken Polarisierung zwischen Stadt und Land in den USA empfehle ich den ziemlich witzigen, flott geschriebenen und zugleich nicht minder scharfsinnigen Beitrag von David Wong (Jason Pargin), der einige aufschlussreiche Erkenntnisse und Daten bereithält:

http://www.cracked.com/blog/6-reasons-trumps-rise-that-no-one-talks-about/

(hilarious!)

Warum aber haben in den ländlichen Regionen des Südwesten ausgerechnet Hispanics Trump gewählt, obwohl er während des stark polarisierten Wahlkampfes kräftig gegen Immigranten gewettert hat, v.a. gegen mexikanische Einwanderer? Die Antwort von Geraldo L. Cadava, seines Zeichens Prof. für Geschichte und „Latina/o studies“ and der Northwestern University, lautet wie folgt:

The Hispanic communities in the rural Southwest that moved toward Trump were some of the poorest in their states.

Take San Miguel, Guadalupe, and Mora Counties in New Mexico, whose populations are 77.1, 79.2, and 80.2 percent Hispanic, respectively. These three counties have New Mexico’s lowest median household income, highest rates of unemployment, and lowest rates of labor market participation. The median income in these counties for families with a head of household between the ages of 25 and 44 is between $25,000 and $30,000 per year, or about half the national median income ($55,000) for families with heads in the same age range. These counties lost, on average, about 5 percent of their population between 2010 and 2015.

In other words, they’ve suffered the same tough economic circumstances as did some of the Midwestern counties that handed Trump the election. They’re more similar to than different from other forgotten counties across the United States, where voters upended the predictions of pollsters and shouted against the status quo.

https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2016/11/17/rural-hispanic-voters-like-white-rural-voters-shifted-toward-trump-heres-why/?utm_term=.f372e633386f

https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2016/11/13/how-rural-resentment-helps-explain-the-surprising-victory-of-donald-trump/?utm_term=.4d3a39de01da

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