Trumps Chefstratege Stephen Bannon erhält einen ständigen Sitz im Principals Committee des Nationalen Sicherheitsrats der USA

 

Trump speaks by phone with Putin in the Oval Office at the White House in Washington

(„inner circle“ im Oval Office? Interessant ist, wer dabei ist und wer nicht. Foto von REUTERS)

Momentan wird viel über die Migrationspolitik unter Trump gesprochen. Etwas weniger Beachtung hingegen bekommt eine recht brisante Personalie im National Security Council (NSC) der USA. Der Nationale Sicherheitsrat ist „effectively the central nervous system of the U.S. foreign policy and national security apparatus“ und „the most powerful consultative body in the world“. Donald Trump hat nun qua Presidential Memorandum (Dekret) seinen ranghöchsten Berater im Weißen Haus, Stephen Bannon, als ständiges Mitglied ins Principals Committee des NSC berufen – was wohl ein Novum ist. Zur Erinnerung: Der „alt-right“-Spezialist Bannon, der seinen MBA an der Harvard Business School machte, war nicht nur Investmentbanker bei Goldman Sachs und Filmproduzent, sondern bis 08/2016 war er executive chairman der rassistischen Internetplattform Breitbart.com, die er selbst als „Sprachrohr/Plattform der alt-right Bewegung“ charakterisierte.

side note: Kathleen Parker, Pulitzer-Preisträgerin für Kommentare, hat im November 2016 für die Washington Post einen interessanten Kommentar zu Stephen Bannon geschrieben: https://www.washingtonpost.com/opinions/is-steve-bannon-really-as-bad-as-all-that/2016/11/15/3c74af12-ab81-11e6-8b45-f8e493f06fcd_story.html?utm_term=.5e9ece1f2539

Hingegen müssen der Director of National Intelligence und der Chairman of the Joint Chiefs of Staff nun kürzer treten bzw. einen Statusverlust hinnehmen:

He essentially demoted the highest-ranking military officer in the United States, the chairman of the Joint Chiefs of Staff, and the highest-ranking intelligence officer in the United States, the director of national intelligence. Now, those key officials will be invited only when their specific expertise is seen to be required.

https://www.washingtonpost.com/opinions/the-danger-of-steve-bannon-on-the-national-security-council/2017/01/29/ba3982a2-e663-11e6-bf6f-301b6b443624_story.html?utm_term=.333811093abc

In Trumps Memorandum lautet die entsprechende Stelle wie folgt:

The Director of National Intelligence and the Chairman of the Joint Chiefs of Staff shall attend where issues pertaining to their responsibilities and expertise are to be discussed.

https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/01/28/presidential-memorandum-organization-national-security-council-and

Der Stabschef des Weißen Hauses, Reince Priebus, der nun ebenfalls im Principals Committee sitzt, kommentierte es indes folgendermaßen:

They’re included as attendees any time that they want to be included.

Allein, wie kam es zu dieser Umorganisation und Bannon-Personalie? Die New York Times hat dazu einen Artikel mit einigen sehr interessanten Insiderinformationen geschrieben:

Wie dem auch sei, mit Blick auf Trumps milliardenschweres Kabinett könnten wir angesichts dieser Entwicklung auch diagnostieren: „All in“. Es ist davon auszugehen, dass noch viel mehr Irritation auf die Amerikaner und die internationale Politik zukommen wird.

PS: Zum Unterschied zwischen „presidential memoranda“ und „executive orders„:
http://www.usatoday.com/story/news/politics/onpolitics/2017/01/24/executive-order-vs-presidential-memorandum-whats-difference/96979014/

Eine Übersicht aller Presidential Memoranda und Executive Orders aus erster Hand:

https://www.whitehouse.gov/briefing-room/presidential-actions/presidential-memoranda

https://www.whitehouse.gov/briefing-room/presidential-actions/executive-orders

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